Erstellt von Tobi am 16. März 2008
(His dark materials / von Philipp Pullman)
Auf einen Tipp einer Bekannten hin habe ich mich mal an die drei Bücher herangetraut. Generell ist das ja schon genau meine Richtung, aber sie Tatsache, dass es einen Film davon gibt, hat mich Anfangs auch etwas stocken lassen. Ich hatte Kitsch oder langweiliges Geplapper befürchtet, Disney-Kram eben. Aber der Anfang des Buches war gar nicht mal schlecht: schöne Beschreibungen, kurzweilige Geschehnisse. Alles in allem ist das Anfang des Buches genau das, was ich erhofft habe zu finden. Nett, unterhaltsam, phantasievoll, nicht zu schwer oder hochtrabend. Eine nette Vorleselektüre der Gattung “Judgendbuch”.
Das ging bis ca. zwei drittel des “goldenen Kompass” gut, bis zur Ankunft in Svalbard. Dann wurde die Erzählweise zäh, etwas naiv und langweilig. Mit dem Versuch, Brutalität und Kampfgeschehen detailiert zu beschreiben, verlor sich die Geschichte und das Unheil nahm seinen Lauf. Das erste Buch, den Kompass, habe ich noch recht mühelos fertig lesen können. Aber das schmalzige und super naive Ende machten meine Lust auf den zweiten Band zunichte. Aber ich hatte schon den zweiten Band gekauft.
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Erstellt von Tobi am 30. November 2007
(von Daniel Kehlmann)
Auf Empfehlung von einer Freundin habe ich mal was ganz anderes Probiert: eine Art historischen Roman. Wobei ich die Bezeichnung als wenig zutreffend finde. Es spielt im neunzehnten Jahrhundert und die Handlung ist entsprechend, aber es wirkt lebendig und neu.
Generell sehe ich es nicht als Roman sondern eher als Anekdotensammlung an. Die Geschichten sind nett, aber nicht umwerfend. Fesseln konnten sie mich nie und einige Stellen versteh ich entweder nicht, oder der Autor hat noch Fortsetzungen im Sinn oder zwischenzeitlich keine Ideen. Aber ich will es nicht schlechtreden. Ein nettes Buch über streben nach Wissen, der Ahnung um die Zukunft, des wissens über die eigene Beschränktheit und Sterblichkeit und zu guter letzt über Überheblichkeit und Dekadenz.
Gauß und Humbold sind kurzweilig beschrieben und das neunzehnte Jahrhundert so dargestellt, dass man gar nicht auf die Idee kommen könnte zu sagen “früher war alles besser”. Die Beschreibung der Zahnschmerzen incl. der damaligen Behandlung reichen mir um sicher sagen zu können: wie gut, dass ich nicht dann gebohren wurde. Wobei die allgemeine Aufbruchstimmung in der Wissenschaft auch gut spührbar und verlockend ist. Das sehnliche herbeiwünschen der Zukunft und die Erkentnisse über die eigene Unwichtigkeit in der Geschichte finde ich gut beschrieben und auch die überheblichkeit der “Gesellschaft” bei Humbolds Russlandreise sehr treffend.
Was mir allerdings ein wenig zu schaffen macht ist der Sohn von Gauß, Eugen. Ich habe keine Ahnung von Geschichte und konnte auch nichts in Erfahrung bringen was diese Person angeht, aber das Ende ist für mich schwer zu deuten. Vieleicht bin ich auch ein wenig paraniod was das Ende eines Buches angeht, wenn es auch nur im entferntesten nach “ich will eine Fortsetzung” riecht.
Fazit: nicht fesselnd aber nett und unterhaltsam. Auch das Buch würde ich nicht zwei mal lesen, aber ein mal ist ok. Schön ist die Tatsache, dass man auch unglaublich lange Pausen beim Lesen einlegen kann und aufgrund der eigentlich wenig zusammenhängenden Handlung immer wieder schnell rein findet. Somit kann man es auch gut als “Zweitbuch” benutzen.
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Erstellt von Tobi am 30. November 2007
(von Gottfried Keller)
Nach Mörs Schrecksenmeister habe ich mir jetzt auch mal das “Original” einverleibt. Ein vom Orm strotzendes Werk habe ich dabei allerdings nicht gefunden, sondern ein nettes, kurzes Märchen, das vom Gefühl her schon ein wenig eingestaubt daher kommt. Inhaltlich ist in den 62 Seiten des winzigen A6 Büchleins fast alles vorhanden, was auch im Schrecksenmeister vorkommt. Nur eben nich ganz so ausgeschmückt und “fantastisch”.
Aber das “sich kurz fassen” war Herrn Keller auch nicht immer gelegen, was zum Teil auch an der alten, sehr schnörkeligen Sprache liegt. Die Ausführungen Spiegels über seine alte Herrin mögen für jemandem aus dem neunzehnten Jahrhundert normal gewirkt haben, für mich war das einfach nur schwer zu lesen, da das Interesse bei zu viel Schnörkelei bei mir schnell nachlässt. Vor allem das all zu Ehrenhaft wirkende verhalten von allen, bis auf das der misstrauischen Jungfer, stöhrte mich. Pineiß kommt nicht als böse, sondern eher als einfältig, gierig und weichlich rüber, Spiegel eher als g’schwätzig und die Hexe incl. christlicher Schwüre nur Mittelalterlich.
Alles in allem muss ich sagen, dass mir der Schrecksenmeister besser gefallen hat, allein schon vom Schreibstil. Mal von der Handlung abgesehen könnte das Buch von Sprache und Verhalten der Protagonisten auch in einem Wiener Kaffe um 1900 bei besser gestellten Leuten handeln, was so gar nicht mein Ding ist. Das Ende ist auch nicht umwerfend oder besonders einfallsreich und die Dialoge ziemlich lang und, wie schon gesagt, mir zu schnörkelig.
Fazit: ein netter, aber angestaubter Happen für Zwischendurch, der aber nicht sein muss. Hätt ich das vorher gewusst, hätt ich’s nicht gelesen. Da die Geschichte so kurz ist, ist sie im Vorbeigehen zu bewältigen, so dass man es zumindest nicht als Zeitverschwendung ansieht wenn es einem denn gar nicht gefallen sollte.
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Erstellt von Tobi am 11. November 2007
Nachdem es eine Ewigkeit gedauert hat, bis ich das Buch endlich in den Händen halten konnte, hat es auch leider eine Ewigkeit gedauert, bis ich es fertig gelese hatte. Leider hat das auch eine Grund: das Buch ist nicht halb so fesselnd wie die vorherigen.
Die Inhalte der Bücher haben ja schon recht oft an andere erinert, aber bei diesem Buch wurde ziemlich viel ausgeliehen. Alle Möglichen Kreaturen und Handlungsstränge hat man, so oder zumindes so ähnlich, in Büchern oder auch Filmen schon mal erlebt. Es gibt auch keine Überraschungen. Weder in der Handlung, noch in der Schreibweise. Auch wenn ich Seitenweise “MummliMummli” nicht sonderlich spannend finde, so ist es doch irgendwie witzig gewesen. Ebenso die Spielereien mit bromBrOmBROMMM.
Aufgrund der Handlung, die zwar nicht kurz ist, aber von mir als sehr kurz empfunden wird, und ein paar Firguren, die auf merkwürdige Art aus der Handlung verabschiedet wurden, denke ich fast, das Buch ist ein Lückenfüller. Hier soll vieleicht noch ein Buch nachgeschoben werden, was dann auf der Handlung aufbaut. Ich hoffe, ich täusche mich!
Am Ende des Buches verweist Mythenmetz darauf, dass wir uns schämen sollen dieses Buch nur aufgrund des reißerischen Titels gekauft zu haben und dass wir das vor Orm nur so strotzende, aber mit langweiligem Titel versehene Originalwerk nicht gelesen haben. Gemeint ist “Spiegel, das Kätzchen”, eine Novelle die ich mir wohl in den nächsten Tage genemigen werde. Vieleicht ist das ja besser …
Jetzt mal zum Inhalt. Wer also das Buch lesen will, sollte hier aufhören.
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Erstellt von Tobi am 12. Juni 2007
Nur mal so nebenbei erwähnt: da ich gerade denden zweiten von vier Bänden lese. Das Buch ist von der Grundidee vieleicht gar nicht schlecht, aber irgnendwie hart der Autor es versäumt, sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Schon im ersten Band kommt ein wenig Langeweile auf, da streckenweise nichts weiter passiert. Im zweiten wird es schlimmer, welhalb ich schon seit über zwei Monaten nicht mehr weiter gelesen habe.
Dem Urteil meiner Freundin nach steigert sich das ganze bis zum vierten Band ins extreme. Sie war eingentlich von dem Buch begeistert, lässt den viereten Band aber auch schon Wochenlang rumliegen, da es nur noch nervt.
Fazit fürs erste (ein wirkliches Urlail kann ich mir ja ohne vollständige Inhaltskentniss nicht erlauben): lasst es. Das ist was für Leute, die hunderte Seiten in Textbeschreibungen von Landschaften schwelgen können und wollen. Wer also auf Reisebeschreibungen steht, für den ist das vieleicht eher was.
PS: wenn der “Schrecksenmeister” nicht bald erscheint, werde ich wohl nie wieder zu einem Buch greifen
Nachtrag: Meine Freundin hat den letzten Band fast bis zum Ende durchgelesen und die Auflösung des Rätzels ist alles andere als großartig überraschend. Sie ist ja noch nicht komplett fertig, aber dass, was sie mir erzählt hat, kann man in 500 Seiten vieleicht spannend erzählen. In vier 1000-Seitern ist es einfach nur langweilig. Ich mach also auf keinen Fall weiter mit dem Lesen.
Letzter Nachtrag: Meine Freundin hat sich auch durch den letzten Band gequält. Zur Info: die hat’s in original, also englisch, gelesen. Die letzten 100-150 Seiten passiert wohl irgendwie gar nichts mehr, was nicht vorhersehbar ist. Und Ihrer Beschreibung nach ist es ziemlich schnulzig. Ein Happy-End wie in Bollywood. Der Autor hat mal wieder bewiesen: das Ende eines Buches ist das schwierigste. Da das Buch an sich schon langweilig war, konnte das Ende ja nur fürchterlich werden.
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