Tobi's Blog

Archiv für die 'Bücherecke' Kategorie

Der Weg der Könige

Erstellt von Tobi am 22. August 2011

(von Brandon Sanderson, ungekürzt, gelesen von Detlef Bierstedt)

Ebenfalls ein (Hör-)Buch, zu dem ich aus Ermangelung an Alternativen gekommen bin.

Zu dem Buch kann ich gar nicht viel sagen und schon gar keine abschließende Aussage treffen, da ich es nach gut 60 Minuten abgebrochen habe. D.h. alle folgenden Aussagen beziehen sich auf eben diese 60 Minuten.

Ich habe selten eine so schlechte Geschichte und Erzählweise erlebt. Für die ersten paar Minuten wird man auf ein Schlachtfeld aus der Sicht eines jungen Mannes geworfen. Die Schlacht ist vorrüber und man erfährt in einer quasi eigenen Sprache, was passiert ist. Gegenstände, Personen, Handlungen und Geschichte wird innerhalbt weniger Minuten mit frei erfundenen Begriffen erklärt. Das sind so viele, dass das nicht interessant wirkt sondern nur ein Overkill ist. Nach dem 20ten unbekannten Begriff innerhalb von 60 Sekunden hab ich kein “ich will wissen was das bedeutet” im Kopf sondern nur noch ein “hör auf mit dem Stuss, ich kann es mir eh nicht merken” bzw “laaaangweilig”. Und das war noch der intersassante Teil. Der dauert vielleicht 10 min. Ich habs aber nicht gestoppt.

Dannach springen wir ein paar tausend Jahre in die Zukunft. Irgendein König hat einen Vertrag mit anderen geschlossen und ein Mörder soll eben diese König ermorden. Das ist ebenfalls mit frei erfundenen Bezeichnunugen versehen, hält sich aber in Grenzen. Das wird in 5 Minuten Beschrieben. Die verbleibenden 45 Minuten wird beschrieben, wie sich der Mörder in die Gemächer schleichen will, und 2 mal ein paar Wachen tötet. Das Wort “Splitterträger” hätte ich zählen sollen. Das währ ggf noch interessant gewesen. Gefühlt kommt es ca 1x pro Satz vor. Manchmal kriegt er es auch 2 oder 3 mal in einen Satz rein. Toll! So wenig Handlung in so viel Zeit… da les ich wirklich lieber ein Buch über Lanzenpflege. Das konnte ich nicht länger ertragen und habs abgebrochen.

Fazit

Tut euch das nicht an! Ich hab, wie gesagt, keine Ahnung was nach 60 Minuten passiert, aber wer den Anfang schon so vergeigt… ich weiß nicht.

Der Sprecher

Es kann sein, dass der Sprecher auch keinen Bock auf as Buch hatte, aber das war auch eine Nullnummer. Detlef Bierstedt hat eine Stimme wie die eines 80ger Jahre Serienhelden. Er liest fast schon Monoton ohne dass man irgendwie mitgerissen werden könnte. Aber wie gesagt, bei der Geschichte ist das auch kein Wunder. Aber schon von der Stimmlage und Sprechart finde ich eher unangenehm. Wegen der Geschichte mag ich hier aber kein Fazit abgeben, das tue ich dem Mann nicht an, er war genug gestraft mit dem Vorlesen >:)

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Die Bibel nach Biff

Erstellt von Tobi am 22. August 2011

(von Christopher Moore, ungekürzt gelesen von Simon Jäger)

Eigentlich nur aus Langeweile und aus Ermangelung an Alternativen bin ich zu diesem Hörbuch gekommen. Der Titel, der die Haupthandlung scheinbar ja stark festlegt, war nicht unbedingt Anreiz für meine Entscheidung, da ich mit der Bibel so gar nichts am Hut habe. Trotzdem habe ich die Entscheidung nicht bereut.

Das Ganze dreht sich um die Geschichte von Jesus erzählt von dem, bisher gänzlich unbekannten besten Freund von Jesus, Biff. Allerdings ist es in der Bibel wohl so, ich kann es nicht bestätigen sie nicht kenne, dass dort Jesus gebohren wird und in der nächsten Erwähnung ist er 30 Jahre alt. Dieses Buch erzählt nun also die Geschichte, ab dem 6. Lebensjahr.

Mit Religion hat es in soweit etwas zu tun, dass die Hauptfiguren Juden sind und in ihre Gebräuche stark eingebunden. Natürlich finden die Wunder etc. ebenfalls statt und Engel tauchen auf. Das alles passiert aber eher … unreligiös. Die Engel z.B. sind einfach nicht sonderlich helle Zeitgenossen mit gewissen Fähigkeiten. Und die Wunder passieren eben bzw. Jesus, im Buch übrigens Josch genannt, kann eben Leute heilen oder von den Toten erwecken. Der Umgang mit den religiösen Gegebenheiten erinnert mich an den Film Dogma: da es in der “Buchvorlage” nun mal vorkommt wird es auch verwendet, aber auf eine ganz eigene Weise.

Der Anfang des Buches, also die Kindheittstage, sind recht unterhaltsam und lustig angelegt. Hin und wieder stolpert man über Ausdrücke und Gegebenheiten, die wohl aus der Bibelgeschichte stammen. Sie passen manchmal nicht so ganz in den Rest der Erzählung. Aber sie sind nicht so störend und haben für den Inhalt keine Bedeutung. Hier gibt es nette Begebenheiten und Vertrickungen.

Die Mitte des Buches, also die Jugendjahre, sind eher ein Erklärungsversuch, wie man zu einer so selbstlosen Natur wird. Mithilfe der 3 Weisen, die allesamt jeweils einer anderen Religion angehören, wird erzählt, was es so für Weisheiten auf der Welt so alles gibt. Es wird immer noch auf recht unterhaltsame Art gemacht und ist Stellenweise einer netten Logik unterworfen. Störend sind hier aber die andauernden, plumpen und einfach nur nervenden sexuellen Erwähnungen und Beschreibungen. Wochenlange Hurenbesuche oder die Vorlieben des Kapitäns für so ziemlich alles was annähernd 34 Grad Körpertemperatur hat … brauche ich nicht und der Geschichte war es nur abträglich. Es konzentriert sich immerhin nur auf ein paar Punkte im Buch. Trotzdem ist es auffällig.

Der letzte Teil ist, meiner Meinung nach, unnötig lang. Das Buch beschreibt, wie gesagt, das komplette Leben. Also auch den Rest mit der Kreuzigung. Das ist immer noch erstaunlich unreligiös verfasst, zugegeben, aber es zieht sich ziemlich in die Länge und ist weder interessant noch spannend noch sonst irgendwas. Es läuft einfach, wie vom Schicksal bestimmt, vor sich her. Wie ich schon zu oft sagen musste: das Ende ist schwer und die meisten verreißen es. So wie auch hier, auch wenn es einfach nur nicht interessant ist. So richtig verrissen wie beim Schrecksenmeister ist es bei weitem nicht aber gut ist anders.

Fazit

Ein unterhaltsames und interessantes Buch, was man aber nicht unbedingt gelesen haben muss. Als Hörbuch zum Autofahren ganz passabel.

Der Sprecher

Was hier absolut nicht unerwähnt bleiben sollte ist der Sprecher Simon Jäger. Er schafft es, die relativ vielen Figuren tatsächlich stimmlich zu unterscheiden. Man ist bei einem Gespräch von etlichen Personen nie verwirrt, wer was sagt. Das habe ich in der Form ggf. noch bei Dirk Bach erlebt. Er trifft die Personen von der persönlichkeit auch sehr gut. Judas kann man vom ersten Satz, an, den er sagt, nicht leiden. Nur aufgrund der Stimme. Josch ist (fast) immer beruhigend und selbst Maggie oder die Chinesinnen kriegt er noch passabel hin.

Fazit zum Sprecher

Von dem werd ich mir noch was vorlesen lassen. Der rockt!

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Skulduggery Pleasant 4 – Sabotage im Sanktuarium

Erstellt von Tobi am 4. Juni 2011

Ich hab mir den immerhin schon vierten Teil der Reihe vor kurzem genehmigt und kann darüber kaum noch etwas sagen. Der Autor ist endgültig bei solidem Handwerk angekommen. Es gibt keine auffälligen Stelllen, die unnötig lange Kampfszenen beschreiben. Auch das Kräfteverhältnis der Protagonisten ist logisch nachvollziehbar. Aber: die Luft ist so ziemlich raus.

Was komplett weggefallen ist sind die Sprüche und das ganze Gehabe darum. Das machte den ersten Teil überhaupt aus. Die Geschichte war Beiwerk und wenig Beachtenswert. Und genau das ist jetzt das, was übrig geblieben ist. Nicht falsch verstehen: das Buch ist nett und man kann es so nebenbei lesen, aber es fesselt mich nicht. Immerhin hab ich zwischendrin eine 3 Monatige Pause beim Lesen gemacht. Das sagt doch schon alles.

Währ das das erste Buch gewesen, hätte ich keine weiteren gelesen. Bei Teil 5 bin ich mir auch noch nicht so sicher, aber ich gebe dem Ganzen mal noch eine Chance.

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Skulduggery Pleasant (2): Das Groteskerium kehrt zurück

Erstellt von Tobi am 24. Juli 2008

Derek Landy

Das zweite Buch aus der Reihe, auf das ich jetzt schon ein halbes Jahr gewartet habe.

Wie auch schon der erste Teil ist nichts hochtrabendes zu erwarten. Stil und Spaßfaktor sind immer noch da und auf dem gleichen Niveau, die Geschichte ebenfalls wieder einfach aber nett gemacht. Aber ein klein wenig hat die Spannung nachgelassen, denn diesmal hab ich es nicht am Stück weggelesen. Das kann allerdings auch daran liegen, das es eben der zweite Band ist. Ggf. liegt es auch an genau der Tatsache, dass es mir nicht mehr ganz so einfallsreich erscheint, obwohl immer noch witzige Dialoge en mass verwendet werden.

Was mir dieses mal aber negativ aufgefallen ist, ist die merkwürdige Verwendung von gewalttätigen Szenen. Nicht detailiert aber irgendwie nicht ganz passend. Da platzen die Leute auch mal auseinander, sie explodieren in viele kleine Teile die dann durch die Gegend fliegen. Nicht, dass mich das stören würde, aber die Beschreibungen erinnern mich ein wenig an die vielen schlechten Stellen von “Harry Potter”, in denen ich so gar keine Lust mehr hatte, weiter zu lesen.

Ich vermute, es soll den besonders bösen Charakter der Figuren unterstreichen, aber mich langweilt sowas immer tierisch. Da winselt das Opfer und der Täter tut irgendwie nur überheblich, obwohl weder der eine noch der andere einen ersichtlichen Grund hätten. Mir kommt dann immer der Gedanke “jetzt stirb doch endlich, aber bitte leise” oder eben “mein Gott, schwall hier nicht so rum”. Nerviges ist auch in geschriebener Form eben Nervig.

Immerhin gibt es nicht sonderlich viele solcher Szenen und sie sind auch relativ kurz. Aber mein Rat an den Author währe: Vorsicht, nicht abrutschen! Sie waren so gut bisher, aber wenn ich weiterhin “scharf” auf diese Reihe bleiben soll, dann halten Sie bitte das Niveau und bauen schöne viele kleine Überraschungen ein wie im ersten Teil.

Zum Inhalt noch kurz: der Anfang ist wirklich wieder gut gelungen. Eine interessante Minigeschichte. Sehr witzig. Der Mittelteil ist gut durchdacht und kurzweilig. Das Ende ist ein typisches für einen Zweiten Teil auf den ein dritter Folgt. Es ist eigentlich keines sondern nur das Ende eines Teiles in einer Serie. Gut ist, dass wieder nur eine Hand voll Stellen ungeklärt bleiben, so dass man nicht gleich den Überblick verliert. Aber das, was bisher offen ist, klingt gar nicht mal so schlecht. Ich freu mich jedenfalls wieder auf den nächsten Band.

Fazit: ein gelungener zweiter Teil, wenn auch nicht ganz so gut wie der erste. Aber auf jeden Fall lesenswert.

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Skulduggery Pleasant: Der Gentleman mit der Feuerhand

Erstellt von Tobi am 20. März 2008

(Derek Landy)

Na endlich mal wieder Licht im scheinbar ewigen Dunkel. Ebenfalls ein Jugendbuch, das ich als Geschenk von einer Freundin erhielt.

Es ist nichts hochrabendes. Die Geschichte ist nicht umwerfend und vom Prinzip auch nicht neu. Die Handlung ist linear und lässt eigentlich keinen Spielraum. So gesehen ein sehr einfaches, ich würde fast sagen ein “handwerkliches” Buch. Soviel zum Nachteiligen an dem Buch, nur damit ich überhaupt was schlechtes darüber berichten kann :)

Aber das spielt hier alles gar keine Rolle. Die Geschichte ist einfach: ein junges Mädchen, ein mysteriöser Detektiv, viel Magie, ein Bösewicht der die Weltherrschaft anstrebt, tapfere Freunde die in der Not Helfen, Verrat und Verrat an Verrätern, und die Lösung des “Falles” incl. besiegen des Bösewichtes. Aber es hätte genauso gut um Lanzenpflege gehen können, s hätte dem Buch wohl kaum geschadet, denn das Buch lebt von trockenen Sprüchen und einem guten Gespühr für den richtigen Zeitpunkt. Nebenbei: es erinnerte mich ein wenig an die Fernseh Serie “die Zwei”, wobei meine Erinnerungen daran extrem schwammig sind, da ich das mit 10 vieleicht das letzte mal gesehen habe.

Die Erzählweise ist besonders interessant. Eigentlich ist die Geschichte ja gar nicht so toll, aber der Autor schafft es, immer wieder einen Anreiz zu setzen, dass man unbedingt mehr wissen will. Denn um die Spannung aufrecht zu halten gibt es hier zwei Möglichkeiten: “was passiert als nächstes” und “welcher Spruch kommt jetzt”. Und die werden voll und ganz genutzt und der Verhältnis zwischen beiden ist gut gewählt. Einziger Wehrmutstropfen: das Buch ist als Serie ausgelegt, aber es gibt nur 3 Stellen, an denen man das vermuten kann. Im Englischen gibt es schon einen zweiten Band. Ich bin sehr gespannt darauf.

Ich habe das Buch Gestern Abend um 21 Uhr in die Hand genommen, um mit kurzer Hunderunde-Unterbrechung bis 3 Uhr früh fertig gelesen. Ich konnte nicht anders.

Fazit: ein kurzweiliges, sehr unterhaltsames Buch. Erwartet keinen Anspruch, aber gute Unterhaltung. Sehr empfehlenswert.

Nachtrag: Ich vergaß, noch ein paar Ausschmückungen zu machen.

1. Der Anfang: einer der besten Einleitungssätze die ich kenne. “Gordon Edgleys plötzlicher Tod war ein Schock für alle – nicht zuletzt für ihn selbst.“.

2. Die Sprüche (in der Mitte): “Aber ich besuche [meine Verwandten] nie! Sie werden Verdacht schöpfen.”
“Ein Detektiv hat es nicht immer nur mit Folter und Mord und Monstern zu tun. Manchmal ist unser Job wirklich unangenehm.”
Wie wahr.

3. Das Ende: weder schnulzig noch abgedroschen. Keine Meisterleistung aber passend zum Rest. Gut gelungen.

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